West Rim

Der Sommer ist da und mit ihm all seine Annehmlichkeiten: Ferien, Besuche im Schwimmbad, Cocktails, Rundflüge über dem Grand Canyon und der Glanz und Glamour des Las Vegas Strip. Das alles und noch viel mehr erwartet Sie hier in Las Vegas!

Las Vegas ist das beste Beispiel dafür, wie hochmoderne Technologie und atemberaubende Naturwunder Hand in Hand gehen können. In meinem Beitrag möchte ich Ihnen diesen Monat vom West Rim des Grand Canyon erzählen, wo Sie an einem einzigen Tag das Beste aus beiden Welten genießen können!

Der West Rim liegt in einem Indianerreservat und befindet sich im Besitz der Hualapai. Bekannt ist der West Rim vor allem für seine Natur und den Skywalk (darüber später mehr). Besucher des West Rim können direkt am Rand des Grand Canyon entlangwandern und den Blick auf den 1.200 Meter tiefer gelegenen Colorado River genießen. Der West Rim ist zwar nicht so breit wie der South Rim, aber dennoch extrem eindrucksvoll, da die Schlucht bis zum Boden des Canyons nahezu senkrecht abfällt.


Für eine Fahrt an den West Rim müssen Sie etwa 3 Stunden einplanen, wobei die letzten 16 Kilometer auf unbefestigten Straßen verlaufen. Dort kommen Sie nicht so schnell voran. Wenn Sie sich für einen Flug mit uns entscheiden, sind Sie nach nur 35 Minuten am Ziel und genießen unterwegs die einzigartige Aussicht.

Doch kommen wir nun zum Wichtigsten.

Die beiden bekanntesten Aussichtspunkte am West Rim sind Eagle Point und Guano Point.

Eagle Point hat seinen Namen von einer Felsformation im Canyon, die an einen Adler mit ausgebreiteten Flügeln erinnert. Hier befindet sich auch der weltberühmte Skywalk.


Skywalk am Eagle Point

Der Skywalk wurde im März 2007 eröffnet und hat sich schnell zu einer der Hauptattraktionen am West Rim entwickelt. Nicht viele Orte auf der Welt bieten die Gelegenheit, auf einer Glasbrücke 1.200 Meter über dem Boden zu wandeln. Auf dem hufeisenförmigen Skywalk treten die Besucher buchstäblich „ins Leere“, der Boden ist komplett durchsichtig. Ich kann Ihnen aus eigener Erfahrung versichern, dass dies ein ziemlich beeindruckendes Erlebnis ist, vor allem wenn man wie ich unter Höhenangst leidet! Dennoch habe ich den ganzen Weg geschafft und war hinterher unglaublich stolz auf mich.

Guano Point


Hier noch ein Insider-Tipp: Gepäck, einschließlich Kameras, müssen Sie vor dem Betreten des Skywalks in den kostenlosen Schließfächern zurücklassen. Daher können Sie leider keine eigenen Fotos machen. Sie haben jedoch die Möglichkeit, sich jedoch von Fotografen vor Ort ablichten zu lassen und die Bilder im Skywalk-Souvenirshop am Ausgang zu erwerben.

Am Eagle Point treten den ganzen Tag über Tänzer und Musiker der Hualapai auf. Auf einem Rundweg können Sie außerdem zahlreiche historische Relikte anderer Indianerstämme aus dem Südwesten der Vereinigten Staaten bestaunen, z. B. Wohnstätten und Feuerstellen. Freuen Sie sich also auf einen faszinierenden Rundgang.

Der zweite Aussichtspunkt heißt Guano Point. Guano heißt übersetzt so viel wie „Fledermauskot“. Lassen Sie sich dadurch aber nicht von einem Besuch abhalten. Sie werden dort keinen Fledermauskot finden, vertrauen Sie mir! In den späten 1950ern wurde hier im unteren Teil des Canyons eine alte Mine entdeckt, in der zahlreiche Fledermäuse lebten und, nun ja, auch ihren Kot hinterließen. Man stellte damals fest, dass dieses „Guano“ ein ausgezeichnetes Düngemittel ist, und beförderte es mithilfe einer Seilbahn über den gesamten West Rim. Die Seilbahnstation am Guano Point ist zwar nicht mehr in Betrieb, kann hier aber immer noch besichtigt werden.


Am Guano Point befindet sich außerdem eine runde Felsformation, auf deren Spitze Sie einer der majestätischsten 360°-Panoramablicke am West Rim des Grand Canyon erwartet. Der Aufstieg ist nicht ganz einfach, da keine befestigten Wege vorhanden sind, lohnt sich aber auf jeden Fall. Bitte seien Sie vorsichtig, wenn Sie sich für diese Kletterpartie entscheiden!

Ein Café bietet zur Mittagszeit Grillspezialitäten. Sie speisen im Freien mit Blick auf den Canyon.


„Danke für die Geschichtslektion. Können wir nun zu den Touren kommen?“


We have two tours available here at the West Rim. The Over the Edge Helicopter & Boat Tour takes visitors aboard our helicopter from the top of the canyon to the very bottom, where upon landing, visitors will board a smooth water pontoon boat operated by the Hualapai’s that goes up the Colorado River and gently drifts back down to the dock. This is a perfect opportunity for those that want to get a unique view of the canyon and to see the scale of its grandness. It’s fascinating to see it from the very top and then from the very bottom – something not many are able to do! After the pontoon boat trip, you will board the helicopter once more to fly back up to the heliport. This tour also includes the West Rim entrance fee as well, so that way, you’ll be able to board the bus that takes you to the aforementioned viewpoints!


Die zweite Tour heißt „Helicopter Up & Down Flight Only mit Legacy-Eintritt“. (Hier Link zur Tour einfügen). Diese Tour entspricht der ersten, nur dass Sie anstelle der Fahrt im Pontonboot die Gelegenheit haben, den Grund des Canyons zu Fuß zu erkunden, bevor Sie der Helikopter wieder nach oben an den Rand des Canyons fliegt.

Auch in dieser Tour ist die Eintrittsgebühr zum West Rim inbegriffen und Sie können mit dem Bus zum Eagle Point sowie zum Guano Point fahren.


„Das klingt toll, aber wie komme ich zum West Rim?“

Gute Frage! Letztendlich ist das eine Geschmacksfrage und abhängig davon, wie viel Zeit Sie mitbringen. Wenn Sie Zeit haben, können Sie ein Auto mieten und zum West Rim fahren. Die Fahrt von Las Vegas dauert etwa 3 Stunden. Wenn Sie nicht selbst fahren möchten, können Sie gemeinsam mit vielen anderen Besuchern eine Bustour zum West Rim unternehmen. Eine Rundfahrt dauert von der Abfahrt bis zur Rückkehr ins Hotel etwa 12,5 Stunden. Das ist ohne Frage ein langer Tag, aber eine der beliebtesten Möglichkeiten, den Canyon zu besuchen. Selbstverständlich bieten wir auch Flüge mit dem Flugzeug oder dem Helikopter zum Canyon. Der Flug von Las Vegas oder Boulder City dauert nur etwa 35 bis 40 Minuten. Das ist definitiv die schnellste und einfachste Möglichkeit, zum Canyon zu gelangen!

Und nun zu meinem (und hoffentlich auch Ihrem) Lieblingsabschnitt:


Fragen an einen Einheimischen

Welche Fragen haben wir denn heute? Ich möchte Ihnen Mark West vorstellen. Mark arbeitet seit 2007 bei uns im Kundenservice und als Flugbegleiter. Er weiß eine Menge über den West Rim. Ich bin gespannt, was er zu erzählen hat …


  1. Mit welchem Wetter müssen Besucher rechnen?
  2. A. Im Sommer ist es wie in jeder Wüste sehr heiß. Gelegentlich gibt es auch Wolken, aber nehmen Sie unbedingt Sonnencreme, einen Hut, bequemes, festes Schuhwerk sowie reichlich Wasser mit. Im Frühling und Herbst ist es wesentlich kühler, hin und wieder auch etwas windig. Im Winter wird es hier sehr kalt, packen Sie dann unbedingt eine dicke Jacke und Handschuhe ein!

  3. Welche Wildtiere kann man am West Rim beobachten?
  4. A. Kondore, Eulen, Eichhörnchen, Mäuse, Wüstendickhornschafe, Leguane, Geckos, Taranteln, Skorpione, und einmal im Jahr sehe ich sogar eine Möwe hier herumfliegen! Ich wundere mich jedes Mal, wie es diese einsame Möwe hierher verschlägt, bin der Sache aber noch nie genauer auf den Grund gegangen.

  5. Was ist die beste Jahreszeit für einen Besuch?
  6. A. Frühling oder Herbst. In diesen Jahreszeiten ist das Wetter am mildesten. Im Frühling blühen in der Wüste überall die Wildblumen. Im Herbst ist es angenehm kühl.

  7. Welches Transportmittel zum West Rim würden Sie empfehlen?
  8. A. Mit Sicherheit das Fliegen. Nicht viele haben die Gelegenheit, den Canyon aus der Vogelperspektive zu sehen. Außerdem geht es schnell. Der Flug von Las Vegas dauert nur etwa 35 Minuten.

  9. Wenn ich mich für einen Aussichtspunkt entscheiden müsste, welcher wäre das?
  10. A. Das ist wirklich eine Geschmacksfrage. Am Guano Point haben Sie einen fantastischen Blick auf den Colorado River und können eine runde Felsformation mit 360°-Panoramablick erklimmen. Am Eagle Point gibt es eine beeindruckende Felsformation, die an einen Adler mit ausgebreiteten Flügeln erinnert. Außerdem finden Sie hier den weltberühmten Skywalk. Doch das ist nichts für schwache Nerven.

  11. Ist der West Rim aufgrund seiner Nähe zu Las Vegas überlaufen?
  12. A. An Wochenenden ist es etwas ruhiger. Doch der West Rim ist nicht besonders groß und viele Leute kommen hierher, um den Grand Canyon zu erleben.

  13. Wie spricht man „Hualapai“ aus?
  14. A. Wa-La-Pei.

  15. Was ist der Hauptunterschied zwischen West Rim und South Rim in Bezug auf die Aussicht und die Landschaft? A. Der South Rim ist größer und es gibt viele Bäume und Wildtiere.
  16. An den Aussichtspunkten gibt es Geländer, as­phal­tie­rte Straßen und Bürgersteige. Der West Rim ist noch naturbelassener, es gibt mehr Wüste und keine Geländer an den Aussichtspunkten. Man sieht am West Rim auch Wildtiere, aber nicht so viele wie am South Rim.


Danke, Mark, dass du dir die Zeit für uns genommen hast.

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